Kooperation ThEGA und GICON sichert nachhaltigen Weiterbetrieb Thüringer Biogasanlagen

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Die Initiative von ThEGA und GICON zielt darauf ab, etwa fünfzig Biogasanlagen in Thüringen unabhängig von EEG-Förderungen zukunftssicher aufzustellen. Experten untersuchen technische Optionen zur Flexibilisierung, Eigenstrom- und Wärmeversorgung sowie Biomethaneinspeisung. Ergebnisse werden in digitaler Form dokumentiert und in einem priorisierten Maßnahmenkatalog zusammengefasst. Noch in diesem Jahr beginnt der Aufbau einer ersten Musteranlage, um die Konzepte praxisnah umzusetzen und den dezentralen Energiebedarf ländlicher Regionen zu stabilisieren und nachhaltige Wertschöpfung zu fördern.

Drei Phasen umfassende Beratung strukturiert Maßnahmenkatalog für Anlagenbetreiber systematisch

In Kooperation mit ThEGA plant GICON, innerhalb von zwei Jahren zielgerichtete Maßnahmen für rund fünfzig Biogasanlagen in Thüringen zu erarbeiten, deren EEG-Förderphase in den nächsten Jahren endet. Noch 2024 dient eine Modellanlage als Pilotprojekt, um technische Modernisierungsansätze, Flexibilisierungsoptionen und alternative Energieversorgungsstrategien praxisnah zu prüfen. Ein priorisierter Maßnahmenkatalog mit Wirtschaftlichkeitsanalysen, Flexibilisierungsstrategien, Eigenstrom- und Biomethankonzepten unterstützt Betreiber bei Investitionsentscheidungen und sichert die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig ab sowie die Marktpräsenz langfristig zu gewährleisten.

Landesregierung koordiniert gemeinsames Beratungsprojekt zur Sicherung der Thüringer Biogas-Zukunft

Mit dem baldigen Auslaufen der EEG-Förderphase verlieren Biogasanlagenbetreiber in Thüringen nach zwanzig Jahren garantierter Vergütung ihre Planungsgrundlage und Investitionssicherheit. Ohne effektive technologisch-ökonomische Neuausrichtung in den Bereichen Lastflexibilität, Eigenstrommanagement, Wärmeintegration und Biomethanproduktion droht ein großflächiger Rückzug aus dem Markt. Um dies zu verhindern, haben das Thüringer Umweltministerium und die ThEGA ein kostenfreies, umfassendes Beratungsnetzwerk gestartet, das Anlagenbetreiber mit Standort- und Potentialanalysen, anwendungsorientierten Machbarkeitsstudien, Wirtschaftlichkeitsbewertungen und Umsetzungsfahrplänen für nachhaltigen Weiterbetrieb zielgerichtet unterstützt.

Registrierung offen für Thüringer Anlagenbetreiber mit auslaufender EEG-Förderperiode jetzt

Jeder Betreiber einer Biogasanlage in Thüringen, dessen EEG-Förderzeitraum in drei bis vier Jahren endet, kann sich kostenfrei registrieren. Das Thüringer Umweltministerium spricht die Zielgruppe persönlich an und stellt ihnen ein kostenloses Beratungs- und Informationspaket zur Verfügung. Insbesondere Anlagen, die mit landwirtschaftlichen Reststoffen, Abfällen oder Biomethan betrieben werden, sind von diesem Programm betroffen, da Thüringen bundesweit den höchsten Gülleanteil verzeichnet. Die Initiative unterstützt Betroffene bei der frühzeitigen Planung nachhaltiger Weiterbetriebsmodelle dauerhaft.

GICON-Ingenieure fördern Diskussion zu Bioenergie-Fortführung ohne EEG-Förderung auf Fachtagung

Im November nahmen zwei Ingenieure von GICON an der 63. Biogas-Fachtagung teil, wo sie mit Betreibern die aktuellen politischen und verwaltungsrechtlichen Anforderungen analysierten. Sie präsentierten passgenaue Lösungsansätze zur Flexibilisierung der Energieproduktion, zur Selbstversorgung mit Eigenstrom und zur Einspeisung von Biomethan. Jörg Hiecke, Fachbereichsleiter Bioenergie, unterstrich die Bedeutung belastbarer Strategien. Die Expertise aus tausenden Projekten ermöglichte es, Vertrauen zu schaffen und wertvolle Partnerschaften mit Fachverband Biogas, Thüringer Bauernverband und Landesministerium aufzubauen.

Umfassende GICON-Beratung: Datenerhebung, Optionenanalyse und digitale Dokumentation für Betreiber

Digitalisiert und strukturiert stellt GICON am Ende jeder Beratung in drei Schritten entscheidungsrelevante Informationen bereit. Schritt eins umfasst eine Vor-Ort-Analyse mit detaillierter Datenerfassung zur Erfassung von Anlagenzustand, Substratverfügbarkeit und lokalen Rahmenbedingungen. In Schritt zwei erfolgen Simulationen und Vergleiche aller Weiterbetriebsszenarien – EEG-Ausschreibungen, Flexibilisierung von Strom- und Wärmeproduktion, Eigenstromnutzung, Effizienzsteigerung, Biomethaneinspeisung oder Stilllegung -, resultierend in einen priorisierten Maßnahmenkatalog. Schritt drei liefert die Ergebnisse als digitale Dokumentation an ThEGA und Betreiber.

Digitale Dokumentation bietet belastbare Grundlage für Investitionsentscheidungen bei Anlagen

Die Projektauswertungen verschaffen dem Thüringer Umweltministerium tiefe Einblicke in die Marktmechanismen und Wettbewerbsstrukturen der lokalen Biogasanlagen. Betreiber können diese verifizierten Daten nutzen, um technische Modernisierungsprojekte zu priorisieren, betriebliche Abläufe zu optimieren und neue Erlösmodelle wie die Biomethanvermarktung konsequent umzusetzen. Die erarbeiteten Empfehlungen bieten eine belastbare Entscheidungsgrundlage und stärken die langfristige Wirtschaftlichkeit. Somit bleibt Bioenergie auch in Zukunft ein wesentlicher Baustein für eine klimafreundliche Energieversorgung im ländlichen Raum.

Digitale Dokumentation liefert Grundlagen für fundierte Investitionsentscheidungen in Biogas

Im Fokus der Kooperation zwischen ThEGA und GICON steht die langfristige Absicherung der Energiewende im ländlichen Raum Thüringens durch den Erhalt von Biogasanlagen nach Auslaufen der EEG-Förderung. Betreiber erhalten kostenfreie Beratung zu technischen Modernisierungen, Flexibilisierung von Strom und Wärme, effiziente Eigenstromnutzung sowie Einspeisung von Biomethan. Die dreistufige Methodik mit Vor-Ort-Analyse, Optionenauswahl und digitaler Dokumentation schafft eine belastbare Investitionsgrundlage, die regionale Wertschöpfung, Klimaschutz und Energieunabhängigkeit nachhaltig stärkt, inklusive Wärmekopplung und Monitoring.

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