Durch die Zuspitzung des Iran-Konflikts und die Blockade der Straße von Hormus sind die Preise für Erdgas um über fünfzig Prozent und für Öl um nahezu zehn Prozent gestiegen. Parallel zur Verteuerung schlagen zusätzliche nationale CO2-Abgaben im Verkehrs- und Energiesektor zu Buche. Bayerns Wirtschafts- und Energieminister fordert deshalb, die CO2-Steuer dringend umgehend schnell auszusetzen, europaweit Gratis-Emissionszertifikate sachgerecht zu standardisieren und die E-Auto-Kaufprämie komplett abzuschaffen, um Kostenbegrenzung und Standortstärkung zu gewährleisten.
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Seit Februar steigende Gas und Ölpreise gefährden deutlich Konjunkturwachstum
Seit dem 28. Februar haben die kriegerischen Handlungen im Iran und die Blockade der Straße von Hormus in kurzer Zeit eine tiefgreifende Störung globaler Versorgungsnetze verursacht. Infolgedessen stiegen die Erdgaspreise um mehr als fünfzig Prozent und die Ölpreise um fast zehn Prozent an. Benzin- und Dieselpreise verharren auf Niveaus, was sich direkt beim Tanken bemerkbar macht. Nach Auffassung Aiwangers stellt diese Preisentwicklung eine existenzielle Belastung für Unternehmen und Haushalte dar.
Politische Gegenmaßnahmen: CO2-Steuer-Stopp soll umgehend Inflation und Kosten eindämmen
Der Vorstoß sieht vor, die CO2-Abgabe für Verkehrskraftstoffe und Heizöl ab sofort auszusetzen. Mit dieser Entlastung würde der Preis für Benzin und Diesel um 15 bis 20 Cent pro Liter reduziert und die kostenintensive Mobilität wäre preisgünstiger. Verbraucher, Spediteure und Pendler profitieren unmittelbar an den Tankstellen. Zusätzlich verringern energieintensive Unternehmen ihre variablen Kosten und können in Innovationen investieren. Die Maßnahme soll die Wirtschaft beleben und die Kaufkraft stützen, effizient nachhaltig.
Akut budgetäre Spielräume schaffen durch Streichung E-Auto-Prämie und CO2-Finanzierung
Im Rahmen der Haushaltsplanung soll auf die Prämie für batterieelektrische Fahrzeuge verzichtet werden. Die so freiwerdenden Mittel werden anteilig zur Abdeckung der Kosten einer temporären CO2-Abgabe-Aussetzung genutzt. Damit entsteht ein zusätzlicher Spielraum im Bundeshaushalt, der es erlaubt, dringende Entlastungsmaßnahmen rasch umzusetzen. Dieser Ansatz beugt zusätzlichen Schulden vor, vereinfacht Förderverfahren und sorgt dafür, dass finanzielle Ressourcen gezielt und zeitnah dort eingesetzt werden können, wo sie aktuell am dringendsten gebraucht werden, effektiv.
Weiterführung kostenloser EU-Zertifikate minimiert CO2-Kosten und sichert deutsche Wettbewerbsfähigkeit
Auf EU-Ebene fordert Aiwanger, die bestehende Praxis der kostenlosen Emissionszertifikatsvergabe im Emissionshandelssystem beizubehalten, da sie einen Ausgleich für die durch die CO2-Steuer und Zertifikatspreise entstehenden Mehrkosten darstellt. Er warnt, dass diese hausgemachten Kostentreiber andernfalls die Produktionsausgaben in energieintensiven Branchen so stark erhöhen könnten, dass internationale Wettbewerbsfähigkeit verloren geht. Die Fortführung kostenloser Zuteilungen würde hingegen helfen, die Kostenstruktur planbar zu machen und Standortfluktuationen zu vermeiden. dauerhaft Stärkung des Industriestandorts ermöglichen und festigen
Aiwanger fordert politische Gegensteuerung gegen Energiepreis-Schock und Inflation dringend
Ein fortdauernder Preisschock im Energiesektor könnte die Inflationsrate weiter in die Höhe treiben und die ersten Erholungserfolge bayerischer Unternehmen zunichtemachen. Steigende Kraftstoff-, Gas- und Stromkosten belasten private Haushalte und verringern ihre Spar- und Konsummöglichkeiten. Industrieunternehmen, insbesondere in energieintensiven Branchen, sehen sich hohen Mehrkosten gegenüber. Aiwanger warnt vor einer sich selbst verstärkenden Abwärtsspirale und fordert deshalb unverzügliche politische Maßnahmen, um die wirtschaftliche Stabilität und Kaufkraft langfristig zu sichern.
Weltmarktliquidität garantiert Bayern kontinuierliche Gas- und Mineralölversorgung ohne Engpässe
Die Versorgungsnetze Bayerns mit Gas und Mineralöl erweisen sich trotz steigender Preise als äußerst robust. Durch multilaterale Lieferverträge, den Einsatz von Flüssiggasimporten sowie durch Nutzung diverser Pipelinepfade aus unterschiedlichen Weltregionen bleiben die Bestände stabil. Derzeit zeichnet sich kein Engpass ab. Gleichwohl betont der Minister, dass bei einer Verschärfung geopolitischer Konflikte oder bei Handelsblockaden mit erneuten Preisanpassungen gerechnet werden müsse. Monitoring globaler Entwicklungen und flexible Beschaffungsstrategien sichern effizient nachhaltig die Versorgung.
Das Paket aus temporärer Aussetzung der nationalen CO2-Steuer, dem Wegfall der E-Auto-Anreizprämien und der kostenlosen EU-Emissionszertifikate ist auf kurzfristige Wirkung und Entlastung ausgerichtet. Verbraucher profitieren durch geringere Kraftstoffpreise, Unternehmen entlastet eine niedrigere Energiekostenbelastung. Dadurch werden Inflationsraten gedämpft, die Kaufkraft wieder gestärkt und bayerische Firmen wettbewerbsfähiger. Zusätzlich sichert die Integration der EU-ETS-Ausgleichsmaßnahmen langfristig Kostenstabilität und Versorgungssicherheit in einer geopolitisch instabilen Welt, wodurch auch künftiges Wirtschaftswachstum erleichtert wird und Deutschland seine Standortattraktivität behält.

